EKR Jahresbericht 2014 - page 7

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Blick öffnen können für den Abbau von
Diskriminierungen. Die Aufgabe der Forschung
ist es desWeiteren auch, Erklärungsansätze zu
liefern, was eine Person dazu bewegt, nicht
nur eine möglicherweise rassistische Haltung
zu entwickeln, sondern auch zum Urheber
einer rassistischen Tat zu werden. Die EKR
unterstützt grundsätzlich diewissenschaftliche
Auseinandersetzung
mit
den
Themen
RassismusundDiskriminierungsschutz.
Darüber hinaus hat die EKR 2014 wiederum
zwei
TANGRAM-Ausgaben
veröffentlicht,
einerseits
zum
Thema
Anti-Schwarzer
Rassismus, andererseits zum Themenkreis
Humor, Satire und Ironie. Hinzu kamen
zahlreiche
Einzelinterviews
und
Hintergrundbeiträge
an
die
Medien,
Inputreferate,
die
Teilnahme
an
Podiumsdiskussionen, Vernissagen, Lesungen
und weiteren Aktivitäten vor allem des
Präsidiums und des Sekretariats, aber auch
weiterer engagierter Kommissionsmitglieder.
Die
Jahrestagung
der
EKR
mit
der
Schweizerischen
Konferenz
der
Integrationsdelegierten 2014 widmete sich der
Problematik der Qualitätssicherung in der
Beratungsarbeit. Rassismusbekämpfung muss
sich neben Sensibilisierung und Aufklärung
auch mit dem Schutz für die Opfer von
rassistischer Diskriminierung befassen. Die EKR
führt seit 2008 zusammenmit humanrights.ch
in
einem
Joint-Venture-Projekt
das
Dokumentations-
und
Monitoringsystem
(DoSyRa), welches systematisch die Ergebnisse
aus der Beratungstätigkeit von mehreren
Anlaufstellen
in
der
ganzen
Schweiz
zusammenträgt.
2014
waren
15
Beratungsstellen
im
Beratungsnetzwerk
integriert. Um die Einheitlichkeit und Qualität
der Beratungstätigkeit zu gewährleisten,
wurden gemeinsam mit den beteiligten
FachkräftenpraxistauglicheQualitätsstandards
erarbeitet. Seit der Einführung der KIP
überschneiden sich die Beratungsaufgaben
der Mitglieder des Beratungsnetzes teilweise
mit den Aufgaben der kantonalen Stelle, die
nun auch Beratungen anbieten. Die EKR
engagiert sich deshalb für die Erarbeitung und
kontinuierliche Verfeinerung gemeinsamer
praxistauglicher Qualitätsstandards in der
Beratungstätigkeit
und
fördert
deren
DefinitionundUmsetzung.
Die
gezielte
Sensibilisierung
politischer
Entscheidungsträger und von Parteien für die
Problematikdirekterund indirekter rassistischer
Diskriminierung wurde 2014 auf Stufe
Gemeinde und Kantone sowie auch in
überkantonaler Gremien, etwa bei der
Konferenz
der
Bau-,
Planungs-
und
Umweltdirektorenkonferenz BPUK zu den
Stand- und Durchgangsplätzen für Sinti, Roma
und Jenische, weiterverfolgt. Ein weiteres
Beispiel für das Engagement der EKRwar auch
das Treffender PräsidentinmitMitgliedernder
Parlamentarischen Gruppe gegen Rassismus
und Fremdenfeindlichkeit, welches von der
Stiftung Gemeinsam gegen Rassismus und
Antisemitismus GRA organisiert wurde, sowie
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