EKR Jahresbericht 2014 - page 11

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Öffentlichkeitsarbeit, Präventionsmassnahmen
«Sie leistetÖffentlichkeitsarbeit, unterstützt und initiiert
Präventionsmassnahmen.»
UnsereGesellschaft ist imBegriff, sich«online»
grundlegend zu wandeln. In einer Welt, die
sich zunehmend durch dieMobilität nicht nur
von Millionen von Menschen über Tausende
von Kilometern hinweg, sondern auch von
riesigenMengen von InformationenundDaten
um die ganze Welt herum kennzeichnet, sind
unsere Gesellschaft und unser Rechtssystem
gefordert, neue Regeln des gegenseitigen
Umgangs zudefinieren. Heute ist esmit einem
minimalen Aufwand möglich, beispielsweise
eine rassistische Äusserung gleichzeitig an
Tausende Leserinnen und Leser weltweit zu
versenden. Aus Sicht der EKR geht es nicht nur
darum, die rassistischen Inhalte im Internet
besser zu erfassen und zu analysieren und
gegebenenfalls
an
die
Strafverfolgungsbehörden weiterzuleiten. Es
geht auch darum, über die bestehenden
strafrechtlichen
Meldeverfahren
hinaus
wirksamere
Präventionsmassnahmen
zu
schaffen. Hier erkennt die EKR eine enorme
Herausforderung,
vor
allem
bei
den
heranwachsendenGenerationen. Dazubraucht
es
aber
auch
einen
regelrechten
Wissensaufbau bei allen Akteuren, die in der
Rassismusbekämpfung tätig sind. Die EKR
leistet einen Beitrag zu diesem Unterfangen,
indem dem Kompetenzaufbau im Umgang mit
dem Internet ein besonderes Augenmerk
gewidmet wird, sowohl indem dieses Anliegen
aktiv gegenüber denMedien thematisiert wird
wie auch indem die Kampagne der EKR 2015
dieseProblematik ins Zentrum stellt.
Die EKR leistete 2014 viel Öffentlichkeitsarbeit.
So gab die Präsidentin über 50 Interviews, die
von verschiedenenMedien ganz oder teilweise
übernommen wurden. Sie nahm an fünf
Diskussionssendungen der RTS teil, unter
anderemauchan Infrarouge. Dazu kamen rund
20 Medienanfragen, die vom Sekretariat und
den Vizepräsidentinnen direkt beantwortet
wurden.
Die EKR wurde von denMedien auch spontan
zu Stellungnahmen zu zahlreichen aktuellen
Themen eingeladen. Weitere Anfragen gab es
aufgrund der Medienmitteilungen der EKR. Im
Sommer 2014 machte die EKR nach einer
Häufung von antisemitischenÄusserungenund
Hassreden in den sozialen Medien öffentlich
darauf aufmerksam, dass alles, was in den
sozialen Medien erscheint, öffentlich ist und
strafrechtlich relevant sein kann. Die EKR
erinnerte auch die sozialen Medien an ihre
Verantwortung.
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