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Die EKR publizierte 2014 wiederum zwei
Ausgaben ihres halbjährlich erscheinenden
Bulletins TANGRAM mit den Themen Anti-
Schwarzer Rassismus (Juni) und Humor
(Dezember). Paradoxerweise wird Anti-
Schwarzer Rassismus als solcher wenig
untersucht. Mit der Publikation einer Ausgabe
des TANGRAM zu diesem Thema wollte die
EKR auf ein Phänomen aufmerksam machen,
das noch allzu häufig bagatellisiert oder der
Empfindlichkeit der Opfer zugeschrieben wird.
Das Thema Humor und Rassismus stand
während des ganzen Jahres immer wieder im
Fokus und kulminierte leider mit den
tragischenEreignissenbei CharlieHebdo.
2014 traf die EKR den Direktor der Schweizer
Journalistenschule MAZ in Luzern und den
Direktor des CFJM (Centre de Formation au
Journalismeet auxMédias) in Lausanne, umdie
Möglichkeiten einer Zusammenarbeit zu
prüfen. Zu den Gesprächen kam es aufgrund
der 2013 erschienenen Studie «Qualität der
Berichterstattungüber Roma in Leitmediender
Schweiz»
des
Forschungsinstituts
Öffentlichkeit und Gesellschaft fög der
Universität Zürich, diedeutliche Lückenbei der
Information
sowie
eine
regelmässige
Verwendung von Verallgemeinerungen und
negativen Stereotypen aufzeigte. Im Rahmen
der Ausbildung von Journalistinnen und
Journalisten wurden Möglichkeiten und
Beispiele der weiteren Zusammenarbeit
besprochen. Weiterführende Kontakte mit
dem
Schweizer
Presserat
und
der
Eidgenössischen Medienkommission stehen
ebenfalls an. Die Sensibilisierung der Medien
für eine differenzierte Berichterstattung über
Minderheitengruppierungen
wird
weiter
geführt.
ImBerichtsjahr leistetedieEKRVorbereitungen
im Hinblick auf die nationale Kampagne gegen
Rassismus, mit der die Kommission 2015 den
Beitritt der Schweiz zum Internationalen
Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form
von Rassendiskriminierung, die Annahme der
Strafnorm gegenRassendiskriminierung unddie
Einsetzungder EKRdurchdenBundesrat vor 20
Jahren begeht. Die EKR hat einer PR-Agentur
die professionelle Durchführung dieses
mehrsprachigen Auftrags anvertraut und sich
für eine Kampagne für und mit Jugendlichen
zum Thema Rassismus und Soziale Medien
entschieden.