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Rassismus: Stopp der Suche nach Sündenböcken
Aus Anlass des Internationalen Tags gegen Rassismus vom 21. März lädt die EKR dazu ein, darüber nachzudenken, wie sich die Tendenz, Sündenböcke zu suchen und Ablehnungshaltungen zu schüren, bekämpfen lässt.
Das Klima gegenüber gewissen in- und ausländischen Bevölkerungsgruppen hat sich in letzter Zeit verschlechtert. Sind Angehörige einer bestimmten Gemeinschaft in ein Ereignis involviert, so führen Berichterstattung und Kommentare in den Medien und in der politischen Diskussion oft zu einer Stigmatisierung von ganzen Personengruppen aufgrund ihrer Herkunft oder ihrer Hautfarbe.
Aktionswoche gegen Rassismus 2013: Veranstaltungen in den Kantonen
Politische Agenda der EKR in neuer Form
Die Agenda „Rassismus und Antirassismus im Fokus der Politik" der EKR fasst die aktuellen Parlamentsgeschäfte, die für dieses Thema von Belang sind, zusammen. Neu steht zu Beginn die Rubrik „Das Wichtigste aus der letzten Session". Die hängigen Geschäfte sind ab sofort benutzerfreundlich nach Sachthemen gegliedert. Zusätzlich werden die Geschäfte in einem Anhang nach einreichender Fraktion dargestellt.
Täglich fliehen Frauen, Männer und Kinder aus ihren Ländern und lassen alles hinter sich, um anderswo materielle, physische und moralische Sicherheit zu suchen, die sie zu Hause nicht vorfinden. Die Eidgenössische Kommission gegen Rassismus EKR ist besorgt über die zunehmenden Äusserungen von Zurückweisung und Intoleranz in der Schweizer Bevölkerung und in der Politik. Sie erinnert daran, dass Asylsuchende und Flüchtlinge Menschen sind, die Aufnahme und Schutz suchen und ein Recht auf Respekt und ein Leben in Würde haben.
Diskriminierung auf Grund der Herkunft oder der Hautfarbe in der Berufswelt wird noch zu wenig bekämpft. Verschiedene Arbeitgeber haben jedoch erkannt, dass die Förderung von Diversität und Nichtdiskriminierung Vorteile für alle bringt.
Bei der Anstellung und am Arbeitsplatz ist eine Diskriminierung auf Grund der Herkunft oder der Hautfarbe schwer nachzuweisen. Mehrere Studien belegen aber durchaus das Vorkommen einer solchen Diskriminierung. Die betroffenen Personen erfahren sie im täglichen Leben, ohne viel dagegen tun zu können. Im Unterschied zur Europäischen Union fehlen in der Schweiz die rechtlichen Grundlagen, die eine Diskriminierung in der Berufswelt spezifisch untersagen. Verschiedene Arbeitgeber werden sich jedoch der Bedeutung von Diversität und der Nichtdiskriminierung im Unternehmen sowie der Vorteile, welche sich dadurch für jeden einzelnen ergeben, bewusst. Die neue Ausgabe des Bulletins TANGRAM der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus gibt einen tieferen Einblick in die heutige Debatte.
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