Fälle aus der Beratung

Ein Sportverband zieht Benachteiligung für Nicht-EU-Angehörige zurück

Ein Schweizer Sportverband hatte an einer Generalversammlung beschlossen, mit der Lockerung der Zulassungsbestimmungen für Spielerinnen und Spieler aus EU-Staaten eine verschärfte Lizenzbestimmung für alle anderen ausländischen Spielerinnen und Spieler einzuführen. Diese sollten den Vermerk «E» in der Lizenz permanent beibehalten müssen, der sie zum Beispiel von einer Teilnahme an Verbandsmeisterschaften ausgeschlossen hätte. Nach Kontakten mit der Beratungsstelle der EKR reichten betroffene Spieler einen Rekurs gegen diesen Beschluss ein. Die EKR wandte sich in einem Schreiben an den Verbandsvorstand. Der Verband liess daraufhin ein Rechtsgutachten von Swiss Olympic erstellen, das auf den Verlust erworbener Rechte der lange ansässigen Spielerinnen und Spieler aus Nicht-EU-Ländern verwies. An der Generalversammlung der Delegierten kam der Sportverband auf den damaligen Entscheid zurück. Dem Antrag der Referendumsinitianten wurde entsprochen und die benachteiligende Regelung für Nicht-EU-Bürgerinnen und Bürger nicht eingeführt.

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Die Datenbank „Sammlung Rechtsfälle" zeigt jene Fälle auf, die nach Art. 261bis StGB von den verschiedenen Rechtsinstanzen beurteilt worden sind.

Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus (GRA)

Zum AnfangLetzte Aktualisierung: 07.12.2013